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11 febbraio Augen auf beim Pferdekauf...![]() Das Pferd soll ja ein echter Kumpel sein!
Das rein rechtliche will ich hier mal nicht so ganz vertiefen, da es viel komplizierter geworden ist als früher.
Zur Kurzinfo. Ein Pferd ist eine Sache, genau wie ein Auto. Bei einem Neupferd (jetzt müsste man wissen, wie ein Neupferd definiert wird!!!) gibt der Händler oder Züchter 2 Jahre Garantie und bei einem Gebrauchten 1 Jahr Garantie. Bei Privatverkäufen gilt wieder ein anderes Recht. Da werden nur die vereinbarten Dinge, bei einem eventuellen Umtausch, relevant sein.
Gehen wir jetzt mal ganz blauäugig an die Sache.
Ich reite schon eine ganze Weile mehr oder weniger gut und bin der Meinung ein eigenes Pferd muss her.
Was will ich eigentlich?
Darüber sollte man sich im klaren sein und auch darüber, dass es viele Verkäufer gibt, die es mit der Wahrheit nicht sooo genau nehmen.
Ich habe mir jetzt eine, meinen Ambitionen entsprechende, Pferderasse ausgesucht und wälze in einschlägigen Zeitungen die Anzeigen.
Jetzt habe ich nach meinen Kriterien ein Pferd gefunden. In meinem Fall einen schicken braunen Quarter-Horse-Hengst.
So könnte ein Anzeigentext aussehen:
Quarterhorse, Hengst, 5 Jahre, Bay, Stockmaß 152, Vater XYZ, Mutter ABC, ist angeritten und geeignet zur Westernreiten, Tuniersport, Gelände, Zucht.
Beschreibung: DOC BAR frei gezogener QH-Hengst, interessant für Zucht, Turnier und Freizeit. Gut bemuskelt, schöne Bewegungen, korrekter Körperbau. Sol. Profi-Grundausbildung, wg. Zeitmangel. Anschauen lohnt sich! Läuft ohne Eisen, ehrlich und lernwillig, auch als Wallach - Platz vor Preis, Händler zwecklos. Preis VB Was sagt uns diese Anzeige? Also Doc Bar gezogen ist schonmal super. Jetzt ist das Tierchen noch Hengst, würde ich als Ottonormalreiter nicht wollen, aber weiter unten steht, man könnte ihn auch als Wallach bekommen. Wäre aber unter umständen, wegen der Abstammung, schade. Außerdem kann es zu Komplikationen kommen, wenn man einen Hengst so spät kastrieren lässt. Das sollte dann eigentlich in einer Klinik geschehen. Zusätzlich besteht die Gefahr dass das Pferd immer noch Hengstallüren hat. Auch als Wallach. Und das kann im täglichen Umgang zu Problemen führen. Profi-Grundausbildung kann gut sein, muss aber nicht. Der Zusatz 'Platz vor Preis, Händler zwecklos' macht den Verkäufer grundsätzlich schon einmal sympatisch. Ich bin neugierig. Das Tierchen steht hier in der Nähe und ich vereinbare einen Termin zur Besichtigung und evtl. auch Probereiten. Jetzt ist der Tag X da und wen nehme ich mit zur Besichtigung? Alle die noch darauf reiten sollen und jemanden der sich noch viel besser mit Pferden auskennt als ich selber und der mein Vertrauen besitzt. Auf keinen Fall die Freundin soundso, die ständig kichert und alle Pferde toll findet und dieses ganz besonders. Das treibt den Preis in die Höhe. Auch die Wahl des Autos ist manchmal von Vorteil. Taucht man mit einem ältlichen rostigen Golfmodel auf, bekommt man manchmal den 'Arme Leute Bonus'. Mir selbst ist es passiert, das ich mit dem BMW vorfuhr und das Pferd urplötzlich 1500,-- DM teurer war als in der Anzeige. Das wäre ein Druckfehler gewesen. Selber sollte man auf keinen Fall zu begeistert von dem Pferd sein, selbst wenn es das schönste Pferd der Welt ist und man es am liebsten gleich in den Kofferraum quetschen würde um nicht noch einen Tag länger ohne dieses Wunderpferd zu sein. Man sollte unbedingt ein paar kleinere Mängel aufdecken und ein wenig zögerlich tun, selbst wenn man im Geiste schon das Namensschild an die Boxentür genagelt hat. Zu viel 'Schlechtes' sollte man allerdings auch nicht zusammen suchen, da das ganz schnell nach hinten los gehen kann und der Besitzer einen beleidigt vom Hof schmeisst. Das Pferd ist ihm ja auch irgendwie ans Herz gewachsen und eigentlich würde er es ja doch lieber behalten. Wenn man sich dann geeinigt hat, sollte man unbedingt auf einen Kaufvertrag und eine Ankaufsuntersuchung bestehen. So ein Pferd, wie Oben beschrieben, wird man nicht unter 6300 Euro bekommen, da ist das nötig. TÜV mit Röntgen ist sehr sinnvoll, da damit doch schon einige Mängel aufgedeckt werden können. Pferde können oftmals mit auffälligen Röntgenbildern leben, aber der Preis geht dann erstmal in den Keller, wenn kein TÜV ohne Mängel bescheinigt wird. Sollte alles in Ordnung sein, bekommt man das Pferd, den Equidenpass, Besitzurkunde, TÜV-Bescheinigung und Kaufvertrag und der Vorbesitzer die Kohle. Und alle freuen sich. So einfach ist es wahrlich nicht immer. Bei Pferden ohne Papiere kann man das Alter anhand der Zähne feststellen. Allerdings gibt es da auch Tricks. Bei älteren Pferden kann man die Zähne abschleifen, damit sie jünger wirken. Das ist natürlich Betrug und man kann dann nach einigem gerichtlichen hin und her das Pferd tauschen oder sein Geld zurückbekommen. Einer Freundin von mir ist das passiert. Das Pferd sollte 13 sein und war dann doch schon 20 Jahre alt. Als sie es dann aber erstmal eine zeitlang hatte, wollte sie es auch nicht mehr zurückgeben. Sie hat dann gerichtlich eine Minderung erwirkt, die sie nie bekommen hat, weil der Händler es für den gesamten Kaufpreis zurücknehmen wollte... Ab 12 ist es selbst für einen Profi schwierig, das genaue Alter festzustellen. Ein richtiger 'Pferdedentist' hat meine damals 28 jährige Ponystute anhand ihrer Zähne auf 16 Jahre geschätzt. Soviel dazu... Am einfachsten ist es, sich ein Rassepferd zu kaufen. Da sollte dann ja das genaue Geburtsdatum in den Papieren stehen. (Obwohl ein mir bekannter Pferdehändler mal gesagt hat: 'Für jedes Pferd gibt es auch das passende Papier') Was Ausbildungsstand und Charakter anbelangt? Den Ausbildungsstand kann man beim Probereiten feststellen, oder halt der Pferdekenner, den man mitgenommen hat. Den Charakter weiß man oftmals schon, wenn man das Papier anschaut. Der Vater und die Mutter ergeben den Charakter - kann so sein, muss aber nicht. ;) Und sollte man sich nicht ganz sicher sein? Lieber eine Nacht drüber schlafen und wenn möglich noch ein weiteres Mal das Pferd besuchen und reiten. Für mich persönlich kommt, nach einem Riesenreinfall, nur noch ein Pferdekauf beim Züchter oder bei einem Privatverkäufer in Frage. Ach ja, und obacht. Pferdekäufe mit Handschlag sind rechtlich bindend, so als ob sie auf Papier geschrieben wären... Pferdekauf ist vertrauenssache - man sollte allerdings nicht zu vertrauensseelig sein. Rainbow CommentiPer aggiungere un commento, accedi con il tuo Windows Live ID (se utilizzi Hotmail, Messenger o Xbox LIVE possiedi già un Windows Live ID). Accedi Non hai ancora un Windows Live ID? Registrati RiferimentiBlog che fanno riferimento a questo intervento
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